Weniger Chancen für Frauen in Hessen

by admin on 22. Juni 2011

Die Schaffung gleicher Bedingungen für Männer und Frauen auf dem Arbeitsmarkt geht in jedem Bundesland unterschiedlich schnell voran. Hessen gehört dabei zu den Ländern, in denen Frauen immer noch stärker im Arbeitsleben benachteiligt sind.

Die Regionaldirektion in Hessen hat nun eine Pressemitteilung herausgebraucht, in der die noch bestehenden Unterschiede in der Arbeitsmarktsituation für Frauen deutlich werden. Die meisten Probleme betreffen dabei die häufige Langzeitarbeitslosigkeit von Frauen, Teilzeitarbeit und der hohe Anteil an weiblichen Geringverdienern. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote der Frauen lag 2010 bei 6,4 Prozent. Das entspricht zwar der gleichen Quote wie bei den Männern, stellt sich aber anders zusammen. Die meisten der arbeitslosen Frauen waren Langzeitarbeitslose. Von den Teilzeitbeschäftigten war der Anteil an Frauen mit knapp 29 Prozent höher als bei Männern.

Maßnahmen für eine positivere Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt wurden vom Leiter der Regionaldirektion in Hessen gefordert. Zum einen müsse mehr auf die Flexibilität in der Arbeitszeit sowie in der Telearbeit geachtet werden. Möglichkeiten für die Kinderbetreuung und die Pflege von Angehörigen müsse zudem auch für berufstätige Mütter und Frauen gefunden werden. Arbeitgeber können damit auch weiblichen Fachkräften einen Einstieg ermöglichen. Damit die Frau in Vollzeitarbeit arbeiten und Führungspositionen einnehmen kann, sind bessere Bedingungen eine Grundlage für den Arbeitsalltag. Diese motivieren vielleicht zukünftig mehr Frauen, sich für eine Vollzeitstelle zu bewerben. In der Regel haben junge Frauen einen höher qualifizierten Schulabschluss, nutzen diesen jedoch nicht vollständig aus. Sie wählen öfter als junge Männer Berufe, die weniger Aufstiegsmöglichkeiten bereithalten. Heute sind in Hessen zwei Drittel aller Geringverdiener Frauen.

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