Die Diskussionen über eine Mehrbeschäftigung von Frauen und eine Erhöhung der Frauenquote in Führungspositionen beschäftigt die deutsche Politik schon seit Längerem. Forderungen nach Maßnahmen zur Integration in den Arbeitsalltag und zur Verbesserung der Arbeitsplatzsituation werden immer lauter. Im Vergleich zu anderen Ländern scheint Deutschland in der Arbeitsmarktpolitik noch teilweise hinterherzuhinken.
Die skandinavischen Länder verfügen scheinbar über eine Arbeitsmarktpolitik, die Frauen den Einstieg auf dem Arbeitsmarkt und in Führungspositionen leichter erlaubt. Hingegen sind Deutschland, Österreich und die Niederlande weniger ausgereift in ihrer Politik. Die EU hat nun Forderungen nach einer Verbesserung der Situation gestellt. Damit soll sich der Arbeitsmarkt durch einen Wegfall von potentiellen weiblichen Arbeitskräften nicht verschlechtern. Denn gerade Frauen sind ein vernachlässigter Faktor. Auch das weibliche Angestellte in leitender Position einen positiven Einfluss haben, ist durch Befragungen von Arbeitnehmern verschiedener Unternehmensformen belegt.
Daher sollen neue Maßnahmen für die Förderung von Frauen, wie eine bessere Kinderbetreuung im Unternehmen, dazu dienen, Vollzeitstellen attraktiver zu machen. Daneben käme eine Reduzierung der Einkommenssteuer von Zweitverdienern Ehepaaren zugute.
Alle Vorschläge der Länder sollen von der EU geprüft und in der nächsten Zeit auf den Weg gebracht werden. Maßnahmen hierzulande zur Erhöhung der Frauenquote in Führungspositionen greifen mancherorts schon durch. Obwohl eine merkliche Verbesserung laut Umfrage des Manager Magazins nicht spürbar ist. Trotz guter Ausbildung und vielen praktischen Erfahrungen, schaffen es Frauen wesentlich seltener als Männer in führenden Positionen zu arbeiten. Deshalb sollen auch Seminare für Führungskräfte Frauen in Einzel- und Gruppencoachings die Möglichkeit geben, Kompetenzen für leitende Positionen zu erlernen.