Vertriebsingenieur / Vertriebsingenieurin
Beschreibung:
Die Aufgaben von Vertriebsingenieuren liegen im Vertrieb, der Logistik, dem Verkauf und auch im Marketing. Bei den zu vertreibenden Waren kann es sich um fertige Produkte aber auch um Dienstleistungen handeln. Nahezu jedes Unternehmen verkauft etwas – die Art und Weise wie es unter die Leute kommt ist für den Erfolg des Unternehmens ebenso wichtig wie die Qualität des Produkts. Deshalb gibt es in vielen größeren Betrieben eine eigene Vertriebsabteilung oder aber man beauftragt externe Dienstleister mit dieser Aufgabe. Vertriebsingenieurinnen müssen über eine sehr gute Kommunikationsfähigkeit verfügen, ein gewandtes Auftreten besitzen und gut verhandeln können. Sie müssen oft selbst neue Kunden akquirieren bzw. alte Kunden fachgerecht betreuen. Technische Neuerungen so an den Mann zu bringen, dass potentielle Kunden verstehen, was der Vorteil dieser technischen Neuerung ist, gehört ebenso zur Tätigkeit wie beispielsweise die Vorbereitung von Fachmessen. Flexibilität und die Bereitschaft, häufig Dienstreisen anzutreten sind ebenfalls gefordert. Technisches Fachwissen und das Vermögen, Menschen zu überzeugen gehen hier eine Verbindung ein. Stellenangebote finden sich in vielen verschiedenen Bereichen, so vor allem in der Metall- und Elektroindustrie, aber auch in chemischen Betrieben, in Kraftwerken und in der Textilindustrie.
Ausbildung:
Normalerweise wird man nicht durch ein spezielles Studium zum Vertriebsingenieur (obwohl einige wenige Universitäten wie z.B. in Berlin die FU Vertriebsingenieur/in als eigenes Studienfach anbieten), sondern durch ein Studium in der Fachrichtung, in der man später arbeiten möchte. Hier sind stellvertretend für viele andere zu nennen: Ingenieurin für Elektrotechnik, Ingenieur für Luft- und Raumfahrttechnik, Wirtschaftsingenieurin oder Ingenieur für Fahrzeugtechnik. Nach dem Studium kann man dann Aufbaukurse belegen.
Bezahlung:
Auch wenn das Gehalt stark von der Branche und der Region abhängt, kann man dennoch sagen, dass es sich um einen gut bezahlten Beruf handelt. Das Durchschnittsgehalt liegt zwischen 3200 und 4500 € Bruttolohn im Bereich Maschinenbau, im Chemiebereich sogar bis zu 5500 €. Allerdings handelt es sich oft nicht um ein festes Gehalt, sondern um ein – nicht so hohes Grundgehalt – das bei erfolgreichen Geschäftsabschlüssen durch Provisionen erhöht wird. Daher kann sich der Reallohn bei einer wirtschaftlichen Flaute durchaus um einiges verringern.
Zukunftsaussichten:
Derzeit handelt es sich um einen Beruf, der sich einer hohen Nachfrage erfreut. Ob das so bleibt, weiß man zwar nicht, aber jedenfalls kann man bei entsprechend hoher Qualifikation und der Bereitschaft zur ständigen Weiterbildung auf eine gute berufliche Zukunft hoffen.