Uhrmacher / Uhrmacherin
Beschreibung:
Uhrmacherinnen entwerfen und fertigen Zeitmessgeräte oder Chronometer oder einfacher gesagt: Uhren. Das können elegante Damenarmbanduhren sein über Wecker und Wanduhren bis hin zu riesigen Turmuhren. Nicht nur die Herstellung, sondern auch Wartung und Reparatur sowie der Verkauf gehören zur beruflichen Tätigkeit.
Stellenangebote finden sich sowohl in kleineren oder größeren Handwerksbetrieben wie auch in der Industrie. Selbstverständlich können ausgebildete Uhrmacher aber auch im Handel eine Anstellung finden oder in Reparaturwerkstätten.
Genauigkeit, Präzision und handwerkliches Geschick (besonders eine gute Feinmotorik) sowie einen Hang zur Technik und physikalische Kenntnisse sollten vorhanden sein, wenn man sich für diesen Beruf entscheidet. Auch ein Gespür für Ästhetik kann nicht schaden.
Ausbildung:
Es handelt sich um einen anerkannten Ausbildungsberuf, die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und findet dual statt, also im Betrieb und begleitend in der Berufsschule, auch überbetriebliche Ausbildung ist möglich. Eine schulische Zugangsvoraussetzung gibt es nicht, meist werden Schüler mit einem Hauptschulabschluss oder mit Mittlerer Reife von den Handwerksbetrieben oder in industriellen Betrieben angenommen. Da es sich um einen Monoberuf (während der Ausbildung kommt es zu keiner Spezialisierung) handelt, werden grundsätzlich alle Sparten (ob eher maschinelle Arbeit in großen Fabriken oder feinmechanische mit kleinen Uhren) jedem Azubi vermittelt. Die Gesellenprüfung legt man – je nach Ausbildungsbetrieb – entweder vor der IHK oder der Handwerkskammer ab.
Bezahlung:
Diese hängt von verschiedenen Umständen wie Region, Betrieb und eigener Erfahrung bzw. Familienstand, Alter etc. ab. Grob gesagt kann das tarifliche Gehalt zwischen 1700 und 2200 € brutto liegen, viele Uhrmacherinnen legen aber auch die Meisterprüfung ab und machen sich selbständig, in diesen Fällen kann man keinen Durchschnittsverdienst angeben, das ist individuell zu verschieden.
Zukunftsaussichten:
Es handelt sich um einen Beruf, der sich im Wandel befindet, denn einerseits ist die Uhr nach wie vor ein Wertprodukt, ein wichtiges Modeaccessoire sowie eine Geldanlage – wer in diesem Bereich arbeitet, hat gute Chancen dass seine Zukunftsaussichten gut sind (obwohl auch das Konjunkturschwankungen unterliegt), aber wer in der Industrie arbeitet, muss sich auf ein verändertes Berufsfeld einstellen, da immer mehr Uhren eher computergesteuert sind. Die Digitalisierung hier führt dazu, dass Uhrmacher bereit sein müssen, sich weiter zu bilden und dazu zu lernen.