Schuhmacher / Schuhmacherin
Beschreibung:
Schuhmacher – auch Schuster genannt – entwerfen und fertigen Schuhe an und reparieren diese. Während in früheren Jahren eher die Anfertigung von Schuhen – oft Maßanfertigungen – im Vordergrund stand, hat sich durch die industrielle Fertigung von Schuhen (oft auch im billigeren Ausland) der Schwerpunkt des Berufs sehr auf die Reparatur verlegt.
Entweder arbeiten Schuhmacherinnen heute in trendigen und angesagten handwerklichen Werkstätten, in denen modisches Design im Vordergrund steht, oder sie üben den traditionellen Handwerksberuf aus, der aus einer Mischung von Anfertigung und Reparatur besteht (das ist die eher aussterbende Variante) oder aber sie stehen in kleinen Schnellreparaturwerkstätten, in denen man sich mal schnell die Schuhe besohlen lässt. Sicher kann man sich auch noch spezialisieren, in dem man z.B. vor allem orthopädische Schuhe anfertigt.
Stellenangebote – sofern man sich nicht selbständig mit einem eigenen Laden macht – finden sich vor allem in Werkstätten, großen Kaufhäusern, Schnellreparaturdiensten oder in Sanitätsfachgeschäften.
Handwerkliches Geschick sowie ein freundlicher Umgang mit Menschen sind nötig, um in diesem Beruf erfolgreich zu sein.
Ausbildung:
Es handelt sich um einen anerkannten Ausbildungsberuf; die duale Ausbildung (Betrieb und Berufsschule) dauert in der Regel 3 Jahre. Auch wenn es keine schulische Voraussetzung gibt, wird meistens von den Betrieben selbst doch ein Hauptschulabschluss verlangt. Die Abschlussprüfung (Gesellenprüfung) wird vor der IHK abgelegt.
Bezahlung:
Bei selbständigen Schustern kann man keine Aussage über den Profit machen, bei angestellten Schuhmachern hängt das Gehalt stark von der Stadt ab (in München wird man mehr verdienen als in einem kleinen Ort in Thüringen), von der Firma und von der eigenen Berufserfahrung. Insgesamt ist der Lohn eher niedrig etwa zwischen 1500 € und 2200 €, aber das sind nur Annäherungswerte.
Zukunftsaussichten:
Es gibt heute sehr viel weniger Schuster, die Massenproduktion hat den Beruf fast überflüssig gemacht. Sicher wird man Schuhmacher als reine Dienstleister, die Schuhe reparieren, auch in Zukunft noch brauchen, doch der eher kreative Teil der Arbeit, das Entwerfen und Fertigen von neuen Schuhen wird wohl nur noch in Nischen überleben können.