Schädlingsbekämpfer/ Schädlingsbekämpferin
Beschreibung:
Schädlingsbekämpferinnen – früher auch Kammerjäger genannt – sind spezialisiert auf den Schutz vor Schädlingen aller Art. Dieser Schutz umfasst sowohl Gebäude, Materialien wie auch Lebewesen. Einerseits erfolgt er durch Vorbeugung wie beratende Gespräche mit Hausbesitzern, Wohnungsinhabern, Landwirtschaftsunternehmen und Firmen aller Art, andererseits wird auch konkrete Hilfe, wenn die Schädlinge sich schon breit gemacht haben, angeboten. Je nach Art der Schädlinge (Mäuse, Ratten, Insekten aller Art) und auch je nachdem wo die Schädlinge auftreten (im Haus, in der Landwirtschaft oder z.B. in der Untertunnelung von städtischen Wohngebieten) werden diverse Mittel eingesetzt wie Insektizide, Giftgase, biologische und chemische Bekämpfungsmittel oder Fallen mechanischer Art. Stellenangebote gibt es in der öffentlichen Verwaltung (Gesundheitsamt, Landwirtschaftsamt, Forstverwaltung) aber auch bei speziellen Hygiene- Dienstleistungsfirmen. Allerdings machen sich auch viele selbständig und arbeiten auf eigene Rechnung.
Umweltbewusstsein und ein strenges Hygieneverständnis sind für diesen Beruf ebenso wichtig wie ein pragmatisches Herangehen an die Vernichtung von Schädlingen, Weder Ekelgefühle noch Sentimentalität sind von Vorteil, sondern das sachliche Bewusstsein, dass man manchmal Schädlinge- auch wenn es Lebewesen sind – töten muss, um Schlimmeres zu verhindern.
Ausbildung:
Es handelt sich um eine duale Ausbildung (Betrieb und Berufsschule) nach dem Berufsbildungsgesetz, sie dauert im Normalfall 3 Jahre. Es gibt keine schulische Zugangsvoraussetzung, aber einen Ausbildungsplatz findet man meist nur mit einem Hauptschulabschluss oder sogar mit einem mittleren Schulabschluss. Die Abschlussprüfung wird vor der IHK abgelegt.
Bezahlung:
Bei den selbständigen Schädlingsbekämpfern ist es schwierig, von einem Durchschnittshonorar zu sprechen, denn die Honorare werden jeweils beim Beginn des Auftrags ausgehandelt, ist man jedoch angestellt, so kann man von ca 2000 – 2500 € Bruttomonatslohn ausgehen. Selbstverständlich kann das auch mal weniger bzw. etwas mehr sein je nach Region und Arbeitgeber.
Zukunftsaussichten:
Es handelt sich um einen relativ stabilen, weil konjunkturunabhängigen Beruf. Wenn ein Gebäude oder ein Unternehmen von Schädlingen bedroht ist, dann wird man sicherlich einen Fachmann oder eine Fachfrau zu Rate ziehen. Jedoch sollten sich Schädlingsbekämpfer gerade im Hinblick auf veränderte Methoden und auf die zunehmende Bedeutung eher biologischer statt chemischer Bekämpfungsmittel weiter bilden und versuchen, auf dem neuesten Wissensstand zu bleiben.