Richter / Richterin

RichterBeschreibung:
Richter und Richterinnen stehen Gerichtsverfahren vor, sie sprechen Recht, sie fällen die Urteile in Rechtsstreitigkeiten. Nach Anhörung und Prüfung der beteiligten Konfliktparteien, nach Abwägung aller verfügbaren Beweise, Indizien und Zeugenaussagen entscheiden Richter aufgrund der Gesetze. Die Urteile sollen neutral, objektiv und sachlich und ohne Voreingenommenheit gefällt werden.
Stellenangebote gibt es an allen Gerichten der ordentlichen Gerichtsbarkeit, egal ob bei Arbeitsgerichten, Sozialgerichten oder Verwaltungsgerichten. Auch gibt es Stellen beim Bundespatentamt oder an Universitäten.
Ein sehr großes Verantwortungsbewusstsein, die Fähigkeit, Zusammenhänge klar zu erkennen, eine hervorragende Kenntnis der Gesetze sowie Charakterstärke sind unabdingbar für diesen Beruf. Auch wenn eine absolute Objektivität niemals gegeben sein kann, wird doch gerade vom Richterstand die größtmögliche Objektivität überhaupt verlangt sowie Unbestechlichkeit und klare Urteilsfähigkeit.

Ausbildung:
Als erstes muss man ein rechtswissenschaftliches Studium absolvieren. Nach dem zweiten Staatsexamen (insgesamt dauert das Studium normalerweise bis dahin 14 Semester) folgt noch eine mindestens dreijährige Zeit als „Richter/in auf Probe“.
Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, wird man zum Richter auf Lebenszeit ernannt. Eine Ausnahme davon gibt es für Richter am Verfassungsgericht, diese werden für 12 Jahre ernannt.

Bezahlung:
Das Gehalt wird durch das Bundes – bzw. Landesbesoldungsgesetz für Beamtinnen festgesetzt. Je nach Berufserfahrung, nach Bundesland und nach der Besoldungseinstufung können die Beträge zwischen 3500 € und 7500 € brutto im Monat liegen.

Zukunftsaussichten:
Betrachtet man die Vielzahl der Rechtsstreitigkeiten und der Fälle, die auf ein Gerichtsverfahren und ein Urteil warten, müssten die Berufsaussichten für Richterinnen eigentlich ausgezeichnet sein. Leider sieht die Realität ein wenig anders aus. Es werden viel zu wenige Richterstellen eingerichtet, die Richter sind vollkommen überarbeitet und der Berufsalltag ist geprägt von extremem Stress.
Man kann nur hoffen, dass die Länder zukünftig mehr in die personelle Ausstattung der Gerichte investieren werden.

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