Rechtsanwalt / Rechtsanwältin
Beschreibung:
Rechtsanwälte stehen in juristischen Streitfällen ihren Klienten bzw. Mandanten beratend zur Seite. Sie werden entweder von den Mandanten beauftragt oder aber sie werden von den Gerichten verpflichtet. Die Vorbereitung von Gerichtsverhandlungen, das Erstellen von Verträgen, die Vertretung von Mandanten vor Zivil – oder Strafgerichten – all das gehört zur Arbeit dazu.
Eine Rechtsanwältin hat sowohl die Aufgabe, in einem Rechtsstreit zur Wahrheitsfindung beizutragen und die Richter dabei zu unterstützen, wie auch die durchaus parteiische Vertretung der Interessen ihrer Mandanten. Dieser Spagat ist manchmal schwierig, aber machbar. Einerseits ein Teil des deutschen Rechtssystems zu sein und damit dem hohen Gut der objektiven Rechtsfindung verpflichtet zu sein, andererseits auch voll hinter dem Klienten zu stehen – das verlangt sehr fundiertes juristisches Wissen, geschickten Umgang mit Menschen und einen standfesten Charakter.
Stellenangebote finden sich vor allem in Anwaltskanzleien, aber auch in vielen Unternehmen sowie bei Verbänden und Organisationen. Man kann sich auch auf bestimmte häufig vorkommende Bereiche wie Arbeitsrecht oder Mietrecht spezialisieren. Fast jeder Wirtschaftszweig braucht mittlerweile juristische Beratung, deshalb stellen größere Betriebe oft Rechtsanwälte fest an.
Ausbildung:
Um Rechtsanwältin werden zu können, muss man Rechtswissenschaften studieren, normalerweise dauert das Studium 9 – 10 Semester, bis man das erste Staatsexamen machen kann. Anschließend braucht man noch einmal 4 Semester für den so genannten Vorbereitungsdienst (oder Referendariat), den man mit dem zweiten Staatsexamen abschließt. Danach erfolgt noch eine Zulassung durch die Rechtsanwaltskammer. Während des Studiums kann man sich schon Schwerpunkte für das spätere Berufsleben aussuchen, so etwa Immobilienrecht, Arbeitsrecht oder auch internationales Recht.
Zugangsvoraussetzung für das Studium ist die Hochschulreife, sehr oft wird auch ein bestimmter Numerus Clausus vorausgesetzt.
Bezahlung:
Es ist hier sehr schwierig, verbindliche Zahlen zu nennen, besonders da sich sehr viel Rechtsanwälte selbständig machen und hierüber sowieso keine Zahlen vorliegen. Es kann also nur um angestellte Rechtsanwälte gehen, doch auch da differiert die Höhe sehr stark. Zwischen Bruttolöhnen zwischen 2800 und 5000 € (für Staranwälte noch mehr) ist alles drin.
Das hört sich gut an, doch muss man sich auch bewusst sein, dass in manchen kleinen Anwaltskanzleien nicht sehr viele Aufträge zu bearbeiten sind und da kann das Gehalt sehr viel niedriger sein.
Zukunftsaussichten:
Diese kann man nur als sehr gut bezeichnen. Die Anzahl der Bürger, die Klagen anstrengen ist steigend. Das kann zwar nur ein Trend sein, der auch mal wieder abnehmen kann, doch sieht es derzeit nicht so aus. Die Bereitschaft, sich einen Rechtsanwalt zu nehmen bei Streitigkeiten steigt. Auch scheint der Bedarf an juristischer Unterstützung in einer für den Laien nicht so leicht zu durchschauenden Welt größer zu werden. Wer also viel Fachwissen mitbringt, darüber hinaus engagiert arbeitet und gut mit Menschen umgehen kann, darf sich über seine Berufswahl freuen.