Notar / Notarin

notarBeschreibung:
Notarinnen sind – anders als andere Juristen – darauf spezialisiert, Rechtsstreitigkeiten vorzubeugen, indem sie Menschen in rechtlichen Konfliktsituationen beraten, sie arbeiten in der – so lautet der Fachbegriff – vorsorgenden Rechtspflege. Zu den Hauptaufgaben von Notaren gehört es, Schriftstücke zu erstellen und zu beglaubigen, seien es Testamente, Eheverträge, eidesstattliche Versicherungen, Hausverkäufe, Grundbucheinträge oder ähnliches. Nur ein von einem Notar beglaubigtes Schriftstück hat in Zweifelsfällen die volle Gültigkeit, deshalb ist es oft – bei Schenkungen oder Treuhandschaften beispielsweise – unerlässlich, einen Notar aufzusuchen. Wesentlich ist es, dass eindeutige Willenserklärungen so erstellt werden, dass sie dem geltenden Recht entsprechen und dass sie eindeutig sind. Unter diesen Voraussetzungen kann man sich oft spätere Rechtsstreitigkeiten sparen.
Neben Genauigkeit, fundiertem juristischen Wissen ist auch das Eingehen auf und das Einschätzen auf Menschen eine wichtige Voraussetzung für diesen Beruf.

Ausbildung:
Es handelt sich um einen Studienberuf, um Notarin zu werden, muss man ein Studium der Rechtswissenschaften erfolgreich absolviert haben. Nach dem Zweiten Staatsexamen folgt noch eine drei Jahre dauernde Zeit als Notarassessorin. Erst im Anschluss daran wird man durch die Justizbehörde des zuständigen Bundeslandes zum Notar eingesetzt.
Normalerweise dauert das Jurastudium bis zum Ersten Staatsexamen 9 – 10 Semester, dann folgen noch etwa 2 Jahre im Vorbereitungsdienst. Bis man also Notar wird vergehen manchmal bis zu 10 Jahre.

Bezahlung:
Meistens machen sich Notare selbständig, es gibt nur wenige Stellenangebote – diese dann im öffentlichen Dienst. Das Gehalt hängt dann davon ab, wie viele und welche Aufträge man bearbeitet. Es gibt Pauschalen und Regelsätze für bestimmte Dienstleistungen – diese sind recht hoch. Wenn ein Notar also in guter Lage – in einer Großstadt wie München, Hamburg oder Berlin etwa – seinen Sitz hat, dazu ein seriöses und überzeugendes Auftreten hat – und – was natürlich noch wichtiger ist – mit Fachkompetenz dienen kann, dann kann er durchaus ein sehr hohes Einkommen erzielen.

Zukunftsaussichten:
Da im deutschen Rechtssystem die Beglaubigung und Urkundenerstellung durch Notare in vielen Fällen vorgeschrieben sind, wird man Notare auch weiterhin in großer Anzahl brauchen. Um sich eine gute Position zu verschaffen, kann man sich auch spezialisieren – etwa auf Grundbuch- und Handelsregistereintragungen oder aber auf Konkursverwaltung.

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