Lokführer / Lokführerin
Beschreibung:
Die korrekte Berufsbezeichnung lautet „Eisenbahner bzw. Eisenbahnerin im Betriebsdienst Transport“, die Aufgabe besteht im Bedienen und Führen der Triebfahrzeuge und Lokomotiven von Zügen des Fernverkehrs, egal ob es sich um Personenbeförderung oder um Güterverkehr handelt. Lokführerinnen finden aber auch Stellenangebote bei den regionalen U- und S-Bahnen größerer Städte wie etwa Berlin oder München; sogar der Einsatz in Bergbaubetrieben ist möglich. Nicht nur das reine Fahren der Züge ist wichtig, sondern auch Rangieren, Signale geben zum Weichenstellen und überhaupt das Überwachen der Betriebssicherheit.
Als Lokführer hat man einen sehr verantwortungsvollen Beruf, der neben technischem und handwerklichem Verständnis auch eine stabile Psyche verlangt. Nicht selten geraten Lokführerinnen in Situationen, in denen sie nicht mehr rechtzeitig bremsen können und Menschen – seien es Unfälle oder Personen, die den Freitod suchen – ungewollt töten. Man darf sich aber an der Tatsache freuen, dass man als Lokführerin der umweltfreundlichsten Transportart dient und Menschen und Güter meist sicher und schnell von einem Ort zum andern bringt.
Ausbildung:
Die duale Ausbildung findet in Ausbildungsbetrieben des Personen- und Güterverkehrs, zum Beispiel die Deutsche Bahn AG oder in anderen Bahnunternehmen (z.B in Privatbahnen oder S-Bahnen) statt. Der Berufsschulunterricht erfolgt oft in Blockbeschulung. Die Ausbildung dauert 3 Jahre, die Prüfung wird vor der IHK abgelegt. Gerne werden Auszubildende mit Mittlerem Schulabschluss genommen, aber offiziell ist kein bestimmter Schulabschluss notwendig.
Bezahlung:
Bei einer tariflichen Bezahlung – die allerdings nicht immer gegeben ist – kann man von einem durchschnittlichen Bruttolohn zwischen 2200 und 3000 € ausgehen, selbstverständlich verändert sich das auch durch die persönliche Erfahrung und die Berufsjahre.
Zukunftsaussichten:
Es ist nicht davon auszugehen, dass sich die Stellenangebote für Eisenbahner im Betriebsdienst Transport zukünftig verringern werden. Es bleibt – im Sinne der Umweltfreundlichkeit – eher zu hoffen, dass noch mehr Gütertransport auf die Schiene verlegt wird. Man kann also von einer zumindest stabilen Lage ausgehen.