Hotelfachmann / Hotelfachfrau
Beschreibung:
Hotelfachleute sind fähig, in den unterschiedlichsten Abteilungen eines Hotels zu arbeiten. Egal ob sie an der Rezeption eingesetzt werden, beim Zimmer aufräumen und putzen, im Restaurant, in der Küche, im Frühstücksraum oder im Lager – die Hotelfachfrau muss jeden einzelnen Bereich des Hotelgewerbes beherrschen. Darüber hinaus muss man auch in Büroarbeiten fit sein und kaufmännische Kenntnisse besitzen und möglichst auch Fremdsprachenkenntnisse. Stellenangebote gibt es vorwiegend in Hotels, aber auch in kleineren Pensionen oder Gaststätten, auf Schiffen und Vergnügungsparks und Erlebniseinrichtungen. Wer sich auf diesen abwechslungsreichen und interessanten Beruf einlässt, sollte sich der schwierigen Arbeitszeiten und der oft sehr anstrengenden Arbeitstage bewusst sein. Freude am Umgang mit Menschen und sicheres Auftreten sind ebenso notwendig wie Fleiß.
Ausbildung:
Es handelt sich um einen anerkannten Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz. Die duale Ausbildung (Betrieb und Berufsschule – diese hier oft in Form von Blockunterricht) dauert 3 Jahre, kann aber (so etwa wenn man schon eine Ausbildung als Fachkraft im Gastgewerbe hinter sich hat) verkürzt werden. Die Prüfung wird vor der IHK abgeschlossen.
Schulische Zugangsvoraussetzungen gibt es nicht, doch wird meist ein Mittlerer Schulabschluss von den Betrieben verlangt, auch Abitur wird gern gesehen, dennoch gibt es derzeit auch ca. 17 % , die mit einem Hauptschulabschluss akzeptiert wurden. In größeren Hotels wird vor der eigentlichen Lehrzeit manchmal auch noch ein Praktikum vorausgesetzt.
Bezahlung:
Hier ist eine allgemeingültige Aussage sehr schwierig, denn es macht einen enormen Unterschied aus ob man etwa in Berlin im Kempinski arbeitet oder in einer kleinen Pension auf dem Lande. Es ist fast unmöglich, hier einen Durchschnittslohn zu nennen, doch schwanken derzeit die ausgeschriebenen Stellenangebote zwischen 1300 und 2800 € brutto, wie man sieht eine sehr große Differenz.
Zukunftsaussichten:
Diese kann man als gut bezeichnen. Trotz Wirtschaftskrise boomt der Tourismus, es gibt viele attraktive Stellenangebote für Hotelfachleute. Wer Interesse hat, sich durch Auslandspraktika oder andere Formen der Weiterbildung beruflich noch fitter zu machen, dürfte gute Chancen für die Zukunft haben. Auch kann man sich anschließend noch zur Hotelmeisterin oder zum staatlich geprüften Gastronomen ausbilden lassen.