Gymnasiallehrer /Gymnasiallehrerin

GymnasiallehrerBeschreibung:
Als Lehrer an einem Gymnasium unterrichtet man Schülern entweder ab der 5. Klasse (bzw. der 7. etwa in Berlin), die auf einem Gymnasium sind, oder aber an einer Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe. Manche Lehrer erteilen auch nur in der Sekundarstufe II (also in Klasse 11 – 13 ) Unterricht. Stellenangebote gibt es nicht nur an Gymnasien bzw. Gesamtschulen, sondern auch etwa in Schülerheimen, Internaten oder aber an Volkshochschulen.
Der Eigenschaften, die man mitbringen sollte, gibt es gar viele: neben einer soliden Fachkompetenz in den zu unterrichtenden Fächern sind besonders auch soziale Fähigkeiten gefragt. Junge Menschen zum Lernen, zum Hinterfragen zu motivieren, die persönlichen Stärken und Schwächen herauszufinden und gezielt mit den Schülern daran zu arbeiten gehört ebenso dazu wie die Gruppendynamik in der Klasse bzw. im Kurs positiv zu beeinflussen, denn nur in einer Lernumgebung, in der man sich wohl fühlt, kann es zu guten Ergebnissen kommen. Selbst mit „schwierigen“ Schülern klar zu kommen, auch sich selbst zu hinterfragen und eine kommunikative Zusammenarbeit mit Kollegen, dem Direktorium, aber auch mit den Eltern sind ebenfalls sehr wichtig.
Gymnasiallehrer sollten auch – da sich die Rahmenbedingungen an Schulen sowohl was das Fachliche als auch das gesellschaftliche angeht immer wieder ändern – bereit sein, ihr Leben lang weiter zu lernen.

Ausbildung:
Es handelt sich um ein Studium an der Universität. Während die Umstellung auf Bachelor/Masterstudien noch läuft, ist das gerade für angehende Lehrer eine schwierige Zeit. Denn man kann zwar nach 6 – 8 Semestern seinen Bachelor machen (in bestimmten Fächerkombinationen, die den später zu unterrichtenden Fächern zugrunde liegen), aber eigentlich hat man davon wenig, denn erst der Masterabschluss (noch mal mindestens 2 Semester) kann dem jetzigen 1. Staatsexamen gleichgesetzt werden. Zusätzlich zu den Wissensfächern werden natürlich auch Kurse in Didaktik und Pädagogik belegt, wobei immer noch kritisiert werden muss, dass hierauf während des Studiums zu wenig Wert gelegt wird.
Nach dem Studium erfolgt das Referendariat (also die Praxis an Schulen), die je nach Bundesland unterschiedlich lange dauert zwischen 18 und 24 Monaten und mit der 2. Staatsprüfung abgeschlossen wird.

Bezahlung:
Auch hier hängt das Gehalt davon ab, in welchem Bundesland man eine Anstellung findet, ebenso wie nach der Dauer der Berufsjahre. Die Gehälter bewegen sich in etwa zwischen 2800 und 4000 €.

Zukunftsaussichten:
Diese sind abhängig von der Wirtschaftskraft der Länder, manchmal stellen diese mehr ein, manchmal sparen sie aber leider auch an dieser sensiblen Stelle. Mal gibt es geburtenschwache, dann wieder geburtenstarke Jahrgänge. Davon sollte man aber den Berufswunsch nicht abhängig machen, denn begeisterte, engagierte und lernbereite Pädagoginnen, die ihre Schüler gut auf die Universität oder aufs Berufsleben vorbereiten können, werden immer interessante Stellenangebote finden. In diesem Fall handelt es sich, wenn man angenommen wird (selbst wenn man nicht in den Beamtenstatus kommt) um relativ sichere Stellen.

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