Grundschullehrer / Grundschullehrerinnen
Beschreibung:
Als Grundschullehrer unterrichtet man – je nach Bundesland – in den ersten 4 oder 6 Klassen Grundschüler. In der Primarstufe sind die Lehrer nicht wie später für bestimmte Fächer verantwortlich, sondern arbeiten Fächer übergreifend in allgemeinbildendem Unterricht. Sie bringen den Kindern Kompetenzen wie Lesen und Rechnen, aber auch Sackkunde, Musik, Kunsterziehung und anderes bei. Über die fachliche Anleitung der Schüler hinaus werden die Lehrer als Erzieher, als Pädagogen gefordert. Das Vermitteln von sozialen Kompetenzen ist sehr wichtig.
Die meisten Stellenangebote gibt es natürlich an öffentlichen Grundschulen, aber auch in Schülerheimen oder an Internaten und Privatschulen kann man sich bewerben.
Ausbildung:
Allen ist gemeinsam, dass man aufs Lehramt studieren muss, wie und wo das geschieht, ist aber von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, da Bildung nicht zentral bundeseinheitlich geregelt ist. Man kann an der Universität oder an Pädagogischen Hochschulen studieren. Manchmal gibt es ein Studium speziell für Grundschullehrer, meist aber ist es geknüpft an eines für Haupt- oder Gesamtschullehrer.
Bis zum ersten Staatsexamen studiert man 6 – 9 Semester, das Bachelorstudium dauert mindestens 6 Semester. Der Masterabschluss dauert noch mal 1-2 Jahre, erst danach kann man den Vorbereitungsdienst ableisten, nach dem man dann das 2. Staatsexamen machen kann.
Momentan ist alles im Fluss, weil beide Ausbildungsformen noch nebeneinander bestehen, und diese sich dann auch noch regional sehr unterscheiden. Man sollte sich jedenfalls im gewünschten Bundesland genau nach den Studienbedingungen erkundigen.
Bezahlung:
Schon während des Referendariats verdient man Geld, danach (nach dem 2. Staatsexamen) beträgt das Gehalt zwischen 2500 und 3500 € brutto (Besoldungsgruppe B 12). Der genaue Verdienst hängt ab vom Bundesland und von der eigenen Berufserfahrung, auch davon ob man als Angestellte oder als Beamtin eine Anstellung findet.
Zukunftsaussichten:
Einerseits gibt es den Geburtenrückgang, was auf weniger Stellenangebote schließen ließe. Andererseits gibt es konkret eine Überalterung des Lehrerstandes und einen aktuell hohen Bedarf an Lehrern. Außerdem bleibt zu hoffen, dass die große Bedeutung, die der Bildung zukommt, bald zu mehr Einstellungen von Lehrern führen wird.