Friseur /Friseurin
Beschreibung:
Der Tätigkeitsbereich von Friseuren und Friseurinnen umfasst alles, was mit Haarpflege zu tun hat wie das Waschen, Schneiden, Färben und Frisieren der Kopfaare. Aber auch Bartpflege und manchmal gehört darüber hinaus auch die Verschönerung von Wimpern und Augenbrauen dazu, so wie Maniküre und andere kosmetische Dienstleistungen (Kopfmassage, Nagelpflege etc.). Neben den rein handwerklichen Arbeiten müssen Friseurinnen auch ästhetisches Gespür haben, um die Kunden beraten zu können. Die Vorstellungskraft wie jemand mit einer völlig anderen Frisur aussieht ist sehr wichtig, denn die Haartracht ist ein wesentliches Element des Aussehens und des allgemeinen Wohlbefindens.
Erwünschte Eigenschaften sind neben manuellem Geschick auch Kreativität, Freundlichkeit und gute Ausdauer. Menschen mit einer Neigung zu Allergien ist der Beruf, in dem mit Sprays, Shampoos etc. gearbeitet wird, eher abzuraten. Die meisten Stellenangebote gibt es in kleineren oder größeren Fachbetrieben des Friseurhandwerks. Aber auch in Krankenhäusern, großen Hotels oder im Film/Theaterbereich (hier werden allerdings oft noch Zusatzqualifikationen verlangt) kann man eine Stelle finden.
Ausbildung:
Die Ausbildung ist bundeseinheitlich geregelt, sie dauert 3 Jahre und findet im Normalfall dual (Betrieb und Berufsschule) statt. Oft wird ein Hauptschulabschluss verlangt, obwohl es keine unbedingte Voraussetzung ist.
Bezahlung:
So viel Spaß der Beruf auch machen kann (Kreativität, Kundenkontakt) gehört er dennoch zu den am schlechtesten bezahlten Berufen derzeit. Gemessen an dem, was geleistet wird (Haut reizende Arbeitsmaterialien, lange Arbeitstage, viel Stehen, manchmal ungerechte Kunden) ist der Durchschnittslohn von 1000 € brutto nicht angemessen. Zwar kann man davon ausgehen, dass auf das Gehalt oft noch ein wenig Trinkgeld hin zu kommt, aber das kann von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich ausfallen.
Zukunftsaussichten:
Es gibt zwar immer viele Stellenangebote für Friseurinnen, allerdings liegt dies auch an der hohen Fluktuation. Es ist auf alle Fälle gut, sich einerseits weiter zu bilden (Kosmetikkenntnisse, Nagelpflege etc.) und andererseits flexibel zu sein (so gibt es auch immer mehr mobile Friseure, die z.B. Altenheime besuchen oder ältere Kunden zu Hause besuchen). Auch besteht die Möglichkeit, die Meisterprüfung und sich anschließend selbständig zu machen.
Es ist sicher ein Beruf, der Zukunft hat, aber nur wenn man mit bescheidenen Einkünften zufrieden ist.