Erzieher / Erzieherin

ErzieherBeschreibung:
Erzieher sind sowohl in der Vorschulbetreuung von Kleinkindern tätig, wie auch als Horterzieher von Schulkindern, sie arbeiten auch in Krippen für Babys und in Heimen für Kinder und Jugendliche. Die Arbeitsmöglichkeiten sind breit gestreut, dennoch gibt es die meisten Erzieher in Kindergärten. Es ist immer noch ein Beruf der hauptsächlich von Frauen ausgeübt wird. Es genügt nicht, Kinder zu mögen, wenn man sich für diesen Beruf entscheidet, sondern man sollte sich darüber im Klaren sein, dass es ein äußerst verantwortungsvoller Beruf ist, bei dem man für die ganze Gesellschaft wichtige Arbeit leistet – und das leider ohne die entsprechende Anerkennung von der Gesellschaft zu bekommen. Erzieherinnen sind nicht nur die netten Tanten, die mit den Kindern basteln, singen und auf sie aufpassen, sondern sie sind stark mit verantwortlich für das geistig-seelische Vorankommen von Kindern, sie sind wichtige Bezugspersonen und müssen oft auch Defizite aus dem Elternhaus auffangen.
Freundlichkeit, Belastbarkeit, Sensibilität im Umgang mit schwierigen Kindern – all das ist ebenso wichtig wie Kreativität, Humor und Freude im Umgang mit Heranwachsenden.

Ausbildung:
Bei der Ausbildung zum Erzieher/in ist zu beachten, dass es keine bundeseinheitliche Regelung gibt. Es ist eine schulische Aus- bzw. Weiterbildung, die an Berufsfachschulen, Kollegs oder anderen Bildungseinrichtungen stattfindet. Auch die Dauer der Ausbildung ist unterschiedlich, sie kann zwischen 2 bis 4 Jahren dauern. Oft dauert die Schule 2 Jahre, aber es kommen verpflichtende Praktika (bei denen man aber im Anerkennungspraktikum auch schon Geld verdient) dazu. Mittlerweile bieten auch einige Hochschulen Studiengänge für Erzieher an.

Die Zulassungsbestimmungen werden von den einzelnen Schulen geregelt, manchmal braucht man ein polizeiliches Führungszeugnis und/oder ein Gesundheitszeugnis. Meistens wird die Mittlere Reife als Voraussetzung genannt (aber nicht zwingend). Gerade bei diesem Beruf muss man auch bedenken, dass es viele religiöse Einrichtungen gibt, die eine bestimmte Konfession und einen soliden Lebenswandel voraussetzen.

Bezahlung:
Wird der Erzieher tariflich bezahlt, dann liegt das Gehalt zwischen 1900 und 3000 €. Das hört sich zwar nicht schlecht an, doch gemessen an den hohen Anforderungen kann man es eher als einen unterbezahlten Beruf bezeichnen. Bei Kita-Leiterinnen bzw. bei Heimerziehern sieht es mit der Entlohnung allerdings besser aus, doch sind hier die beruflichen Strapazen auch noch mal höher.

Zukunftsaussichten:
Der Bedarf an Erziehern wird – auch bei sinkenden Geburtenzahlen – dennoch hoch bleiben. Allerdings ändert sich gerade das Anforderungsbild, es wird in Zukunft mehr Wert auch Weiterbildung gelegt, um der veränderten Struktur der Kinder (mehr Migrantenkinder die kein Deutsch sprechen) gerecht zu werden. Außerdem steht im Rau, dass Erzieher mehr und mehr ein Studienberuf wird. Wer eine gute Auswahl an Stellenangeboten möchte, sollte also auf jeden Fall bereit sein, dazu zu lernen und sich fortzubilden.

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