Detektiv /Detektivin
Beschreibung:
Detektive und Detektivinnen ermitteln im Auftrag von Privatpersonen oder Unternehmen, sie beschaffen Informationen, die auf direktem Weg nicht oder nur schwer zu bekommen sind. Ihre Aufgaben sind vielfältig: so observieren sie unbemerkt Personen, suchen Indizien und Beweise für Straftaten, recherchieren und befragen Zeugen. Die Ermittlungsergebnisse können für Straf- und Zivilprozesse herangezogen werden.
Stellenangebote für Detektivinnen gibt es in Ermittlungsbüros, in Kauf- und Warenhäusern, in Detekteien, aber auch beim Sicherheitsdienst und in Wach- und Schließgesellschaften. Detektive werden auch in Versicherungsunternehmen benötigt. In diesem Berufsfeld gibt es auch eine hohe Zahl an Freiberuflern.
Ausbildung:
Die Ausbildung zum Detektiv ist keine anerkannte Ausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz, es gibt also keine einheitliche Regelung. Private Bildungsträger organisieren die schulische Berufsausbildung, die Abschlussprüfung wird bei der IHK oder der ZAD (Zentralstelle für die Ausbildung im Detektivgewerbe) abgenommen.
Man kann die Lehrgänge in Teilzeit, an Wochenenden, als Fernlehrgang oder in Vollzeitkursen absolvieren. Daraus ergibt sich, dass die Dauer höchst unterschiedlich ist (sie reicht von 6 bis 22 Monaten. Voraussetzung ist ein polizeiliches Führungszeugnis. Die Lehrgänge sind kostenpflichtig.
Da es einen großen Unterschied ausmacht, ob man Kaufhausdetektiv wird, Im Wachschutz arbeitet oder in Kriminalfällen ermittelt, gibt es auch bei den Kursen Spezialisierungen für diese späteren beruflichen Ausrichtungen.
Bezahlung:
Es ist nahezu unmöglich, hier Angaben zu machen. Private Ermittler verlangen beispielsweise pro Auftrag ein Grundhonorar von 200 € und pro Stunde 55€ vom Auftraggeber, aber was von diesem Lohn wirklich hängen bleibt, weiß niemand. Als Angestellter in einer Detektei gibt es Gehaltsspannen von 1400 bis 2500 €, das hängt einerseits von der Größe und Finanzkraft des Arbeitgebers ab, aber auch vom eigenen Können und der Berufserfahrung – und natürlich vom Wohnort.
Zukunftsaussichten:
Recherchen sowohl im privaten Bereich wird es wohl in einem etwa gleichen Umfang wie bisher geben, während Ermittlungen in Betrieben eher zunehmen, sei es aus Misstrauen gegenüber den Mitarbeitern, oder um Betriebsspionage auf die Spur zu kommen oder um Kunden zu überwachen. Die Internetrecherche nimmt in diesem Bereich sicher auch zu.
Ausgeschriebene Stellenangebote findet man nicht all zu oft, aber Initiativbewerbungen sind hier manchmal erfolgreich.