Buchhändler /Buchhändlerin

BuchhändlerBeschreibung:
Buchhändler arbeiten entweder in Buchhandlungen (den Sortimenten), im Zwischenbuchhandel, im Versand- oder Onlinebuchhandel oder in Verlagen, auch die Tätigkeit in Antiquariaten ist möglich.
In der Regel denkt man aber an den Einsatzort Buchhandlung, wo auch die allermeisten Stellenangebote für Buchhändler zu finden sind. Selbstverständlich kann man von Bewerbern erwarten, dass sie eine große Affinität zum Medium Buch haben, dass sie selbst gerne lesen und Interesse an Literatur und Kultur haben. Darüber hinaus sollten sie nicht menschenscheu sein, sondern Lust und Freude am Kundenkontakt haben. Einen Großteil der täglichen Arbeit macht die Kundenberatung aus. Das Sichten von Verlagskatalogen, Gespräche mit Verlagsvertretern, Bestellen von Neuerscheinungen, Pflegen des Buchbestands gehören ebenso dazu wie praktische Arbeiten: Bücher auspacken, ins System einspeisen (elektronisch über Warenwirtschaft oder händisch über Buchlaufkarten), in Warengruppen einteilen und präsentieren. Auch Schaufenstergestaltung oder das Organisieren von Leseabenden runden das Berufsbild ab.

Ausbildung:
Seit 1954 handelt es sich um einen anerkannten Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre (kann je nach Schulabschluss bzw. guten Leistungen verkürzt werden) und findet in Buchhandelsbetrieben und begleitender Berufsschule statt. Zwar gibt es keine schulische Voraussetzung, doch ist das ein Beruf, in dem zu 70 – 80 % Abiturienten Ausbildungsplätze finden.
Mittlerweile gibt es auch Ausbildungen, bei denen man zwischen den Sparten wechseln kann, so etwa 1 Jahr in einer Buchhandlung, das zweite Jahr in einem Verlag. Das ist aber nach Bundesländern verschieden. In der Regel sucht man sich eine Buchhandlung aus und absolviert in dieser auch die gesamte Ausbildung.
Die Arbeit in Verlagen ist von der des Sortimentsbuchhändlers sehr verschieden, so dass es kaum zu Überschneidungen kommt, wenn man von Anfang an weiß, dass man lieber in einem Verlag arbeiten möchte, sollte man sich eventuell zur Verlagskauffrau ausbilden lassen, nicht zum normalen Buchhändler.

Bezahlung:
Diese richtet sich stark nach dem Ort an dem die Buchhandlung ist, aber auch nach der Größe des Betriebs. Bei tariflicher Bezahlung – die aber längst nicht mehr die Regel ist- bekommt man ein Gehalt zwischen 2000 und 2400 €. Allerdings liegt der derzeitige Durchschnittsverdienst in Hamburg bei 1600 und in Berlin bei 1700€. Als Verlagsbuchhändler verdient man meist deutlich mehr.

Zukunftsaussichten:
Obwohl das Buch schon so oft tot gesagt wurde, wird immer noch gerne gelesen – in Deutschland viel mehr als in anderen Ländern – und auch ist die Liebe zum echten Buch nicht ausgestorben. Die Kunden schätzen gerade die Kompetenz von Buchhändlerinnen, die gut beraten können und eine persönliche Auswahl im Sortiment haben. Dennoch lässt sich nicht übersehen, dass der Beruf einem Wandel ausgesetzt ist. Die Digitalisierung der Medien schreitet weiter voran, niemand kann genau abschätzen wie sehr oder wie wenig sich ebooks durchsetzen werden. Außerdem ist der Trend hin zu Bestellungen im Internet ein anhaltender. Langfristig wird man weniger Buchhändler als jetzt brauchen.

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