Bibliothekar /Bibliothekarin
Beschreibung:
Als Bibliothekar ist man in öffentlichen, in wissenschaftlichen, so etwa in Stadtteilbibliotheken oder in Universitätsbibliotheken tätig.
Die Arbeit ist sehr vielfältig und reicht von der Bestandspflege, dem Bestellen von Büchern (oder anderen Medien wie Zeitschriften, CDs, DVDs), dem Verwalten und Organisieren über Öffentlichkeitsarbeit wie dem Vorbereiten von Leseabenden bis hin zur Beratungstätigkeit und dem direkten Kontakt mit den Ausleihern.
Vorausgesetzt werden kann ein Interesse an Büchern, an Kultur, aber auch eine gute Kommunikationsfähigkeit. Da ein Großteil der Arbeit im Bibliographieren und Katalogisieren besteht bzw. darin, geeignete Ordnungssysteme für die zu bestellenden und einzugliedernden Medien zu finden, ist genaues und sorgfältiges Arbeiten notwendig.
Ausbildung:
Voraussetzung für das Studium ist die Hochschulreife, bis zum Bachelor studiert man 3- 4 Jahre, danach kann man schon in den Beruf einsteigen. Selbstverständlich kann man sich durch ein anschließendes Masterstudium (1-2 Jahre) noch einmal verbessern bzw. spezialisieren. Man kann als Bibliothekarin auch verbeamtet werden, hierzu ist eine spezielle Prüfung notwendig.
Während des Studiums lernt man alles über das wissenschaftliche Ordnen und Sammeln von Medien, die Erstellung von Konzepten für die unterschiedlichen Bibliotheksformen, man erfährt viel über Informationsorganisation, aber auch über allgemeines Management, Medienpädagogik, Öffentlichkeitsarbeit.
Nach einem Masterstudium kann man sich auch auf Stellenangebote in der Forschung bewerben.
Bezahlung:
Sicher gibt es auch Stellenangebote bei Privatbibliotheken, doch wird der Großteil sich bei öffentlichen und/oder wissenschaftlichen Bibliotheken bewerben.
Hier gilt das Tarifrecht für kommunale oder Landesangestellte oder Bundesangestellte, was dennoch je nach Berufserfahrung und ob man/frau verbeamtet ist oder nicht, stark differieren kann. Die Gehaltsspanne liegt bei kommunalen Bibliotheken zwischen 2800€ und 4500 € brutto.
Zukunftsaussichten:
Eines ist klar: hier handelt es sich um einen Beruf, der schon in der jüngsten Vergangenheit einem starken Wandel erlebt hat und dieser Wandel wird sich noch weiter vollziehen. Das liegt einerseits an der immer stärker um sich greifenden Digitalisierung von Medien, andererseits auch an dem breiter werdenden Aufgabenbereich von Bibliothekaren. Die öffentliche Hand muss sparen, oft wird leider an Kultur gespart, so ist ein Ausdünnen von Bibliotheksbeständen zu befürchten, auch kann sich noch einiges juristisch ändern beim Zugang zu Wissen im Internet (e-book, Bibliotheken im Internet), was den zukünftigen Bedarf an Bibliothekarinnen vermindern könnte.
Sicher wird es auch in Zukunft noch genug Stellenangebote sowohl in Stadtbüchereien wie auch in spezialisierten und wissenschaftlichen Bibliotheken in Universitätsstädten wie München oder Berlin geben, doch vielleicht nicht mehr ganz so viele wie es jetzt der Fall ist.